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Was angehende Azubis wissen sollten

Am 30.05.2020 veröffentlichte die Zeitung "Die Glocke" folgenden Artikel:
Von Simon Bussieweke

Kreis Gütersloh (gl). Ein Ausbilungsnetzwerk, das unter anderem einen Standort in Verl unterhält, schlägt Alarm. Junge Menschen, die für August noch eine Ausbildung suchen, gerieten angesichts der Corona-Krise ins Hintertreffen, befürchten die Verantwortlichen. Dr. Tanja Heinemann, Leiterin der Verler Gesamtschule, ruft zu Besonnenheit auf: „Wir sollten die Situation nicht dramatisieren.“

Eins nach dem anderen: Angefangen hat alles damit, dass im Verler Rathaus das Telefon klingelte. Bürgermeister Michael Esken (CDU) nahm ab. Auf der anderen Seite sprach Markus Kamann vom Beruflichen Ausbildungsnetzwerk im Gewerbebereich (BANG). Er sah und sieht, wie er auf Anfrage der Zeitung mitteilt, junge Menschen in der Krise. Das teilt er auch dem Bürgermeister mit, der das Anliegen in seinem täglichen Blog thematisierte. „Da kommt möglicherweise noch etwas auf uns zu“, schrieb er dort. Und: „Ein Thema, das wir bisher noch nicht wirklich auf der Agenda hatten.“
Noch dramatischer formulierte es Markus Kamann: „Ich sehe schwarz für unsere Auszubildenden.“ Das Problem sei, sagt er, dass bei der eingeschränkten Schulöffnung in den vergangenen Wochen die Berufsorientierung aus dem Blickfeld der Verantwortlichen geraten sei. Ähnlich sieht es seine Kollegin Ingvild Splietker. Sie sagt: „Eine große Berufsmesse hat im Februar noch stattgefunden. Alle weiteren sind ausgefallen.“ Die großen Unternehmen, Miele, Beckhoff, Bertelsmann und Co. hätten für das Ausbildungsjahr, das in diesem Jahr beginnt, schon eingestellt. Die kleineren Betriebe kümmerten sich erfahrungsgemäß erst später darum.
Markus Kamann berichtet von jungen Menschen, die wegen der Corona-Krise durch den Rost fielen – weil sie bei all den Gedanken um ihren Abschluss ihre Zukunft in Form einer Ausbildung aus dem Blick verlören und die Schulen nichts dagegen täten. Sie verpassten ihre Chance, ihre Schüler:innen mit Unternehmen zu „verheiraten“, wie Kamann es blumig nennt. Da gebe es teils für Berufs- und Ausbildungsorientierung verantwortliche Lehrer:innen, die sich mal eben zur Risikogruppe zählen und den Schulalltag ad hoc verließen. Kamann: „Und dann stehen die jungen Menschen da, ohne Orientierung.“
Auch das Land NRW bekleckerte sich momentan nicht gerade mit Ruhm, sagt Markus Kamann. Greife sonst das Übergangssystem „Kein Abschluss ohne Anschluss“, „ist der Verteiler des Landes über Schulen gerade tot“. Damit meint der Experte: „Unternehmen brauchen junge Menschen, immer. Das bekommen die im Moment nur kaum mit.“ Er beklagt auch den Stellenwert, den die Berufsorientierung momentan gegenüber den Hauptfächern habe: „Die Ausbildung ist für Schulen nicht ihr Kerngebiet. Und das wird es auch nie sein“, betont Markus Kamann.

 

„Wir müssen alle Register ziehen“

Am 30.05.2020 veröffentlichte die Zeitung "Die Glocke" folgenden Artikel:

Kreis Gütersloh (sib). Ausbildungsplätze seien derzeit praktisch überall im Kreis Gütersloh verfügbar, erläutert die Betriebswirtin Ingvild Splietker. Egal, ob in Langenberg, Rietberg oder Schloß Holte-Stukenbrock. Ihr Kernanliegen sei es, den jüngeren Menschen Mut zu machen. Und zwar ganz besonders den Zehntklässlern:Zehntklässlerinnen, die jetzt noch keinen Ausbildungsplatz gefunden haben. „Wir müssen alle Register ziehen“, sagt sie. Das BANG habe bereits die Schulen im Kreis angeschrieben, Radiospots geschaltet, Annoncen platziert. Alle mit der Aussage: „Bewerbt euch bei uns.“ Als Mittler zwischen seinen Mitgliedsunternehmen und Ausbildungssuchenden sei das Netzwerk gerade im Moment bemüht, beide Seiten so schnell wie möglich zusammenzubringen. „Aufgeben ist keine Option“, sagt Splietker zuversichtlich. Wenigstens vereinzelt liefern mittlerweile wieder Programme zur Ausbildungsvermittlung an. Ein Ersatz für Ausbildungswesen, bei denen konkrete Einblicke in den Berufsalltag erfolgen, sei das allerdings nicht, so Splietker.