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Startklar ab Klasse 8


Halle (nic). Junge Menschen müssen eine Perspektive haben. Ein Bild von dem, was sie einmal erreichen wollen. Nur mit diesem Ziel vor Augen kann man sie motivieren, noch einmal Gas zu geben und das gesteckte Ziel zu erreichen, selbst wenn der Weg mangels aktueller schulischer Leistungen nicht einfach scheint. Damit dieser Wunsch nicht länger nur Theorie ist, überbrachte Thomas Rachel, Staatssekretär des Bundesministers für Bildung und Forschung, dem Ravensberger Jugendbildungshaus gestern knapp 60 000 Euro. Der Name des Projekts »Startklar« ist nun Programm.

 

Ab Februar 2010 beginnt für die Jugendlichen der achten Jahrgänge von Haupt-, Gesamt- und Förderschulen im Nordkreis Gütersloh die praktische Berufsorientierung in den Werkstätten der Kooperationspartner Berufskolleg Halle, Ausbildungsnetzwerk BANG und Ravensberger Jugendbildungshaus. Knapp 60 000 Euro an Bundes- und Landesmitteln fließen dann nach Halle, um die 145 Schülerinnen und Schüler mit Praxisunterricht fit für die Ausbildung zu machen.

Konkret geht es bei diesem Angebot darum, die Lernkompetenz und Ausbildungs- und Berufswahlreife von Jugendlichen in den Stufen 8, 9 und 10 systematisch zu stärken. „Im Fokus stehen dabei Schülerinnen und Schüler, die den direkten Übergang in eine Ausbildung anstreben, dabei jedoch zusätzlicher Unterstützung bedürfen”, erläuterte Rachel vor Christian Wahl, Geschäftsführer des Jugendbildungshauses, und den geladenen Gästen - darunter Schulrätin Dagmar Kirchhoff, Pädagogen aus den Altkreiskommunen, Bürgermeister, Vertreter des Kreises, der Agentur für Arbeit und Ralph Brinkhaus (MdB/CDU). „Eine passgenaue Berufswahl und eine verbesserte Ausbildungsreife sind unsere Ziele”, fuhr Rachel fort. „Da die teilnehmenden Jugendlichen sich im Laufe der drei Jahre rund 600 Stunden neben der Schule zusätzlich qualifizieren, werden sich auch die Berufschancen deutlich verbessern.” Den praktischen Anteilen in Klasse 8 folgen weitere Orientierungsbausteine und Praktika in den Klassen 9 und 10. Nicht nur für Rachel ein überzeugender Ansatz. „Projekte wie »Startklar« kommen nicht allein den Jugendlichen zu Gute, sondern letztlich auch der Wirtschaft und der Gesellschaft”, ergänzte Heike Zarling, Geschäftsstellenleiterin der Agentur für Arbeit Gütersloh.

 

Auch Halles Bürgermeisterin Anne Rodenbrock-Wesselmann bedankte sich für die finanzielle Unterstützung: „Nicht umsonst greifen auch wir tief in die Tasche, um das Ravensberger Bildungshaus zu unterstützen, denn das ist gut investiertes Geld. Kinder dürfen nicht verinseln, sondern wir müssen sie da rausholen - rein in die Lebenswirklichkeit.”





Haller Kreisblatt

9. Dezember 2009