Zukunft fördern
Hauptschule richtet Berufsorientierungsbüro ein
Steinheim. Das passende Anschreiben formulieren, den Lebenslauf auf Vordermann bringen oder überhaupt erstmal die richtige Berufswahl treffen – für viele Schüler eine Herausforderung. An der Hauptschule Steinheim gehören diese Probleme schon bald der Vergangenheit an. Gestern wurde das Berufsorientierungsbüro „BOB“ eröffnet.
„Die Schüler brauchen unsere Unterstützung in Bewerbungsfragen. Das fängt bei der Suche nach dem Traumberuf an und hört beim Erstellen einer Bewerbungsmappe auf“, sagt Schulleiterin Christine Büse, die das Projekt federführend mit Pädagoge Hans Thiet betreut.
Unterstützt wird die Einrichtung aus dem Innovationsprojekt „Zukunft fördern. Vertiefte Berufsorientierung gestalten“ der Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit und des Ministeriums für Schule und Weiterbildung.
Von nun an können insbesondere die Klassen 8, 9 und 10 in dem eigens eingerichteten Klassenraum im Internet nach Ausbildungsplätzen recherchieren oder mit Lehrer Hans Thiet etwa ein Vorstellungsgespräch simulieren. „Das ,BOB‘ dient auch als Ort für Beratungsgespräche“, sagt Thiet gegenüber der Neuen Westfälischen. „Wir werden eng mit Partnerbetrieben zusammenarbeiten.“
Die beiden Neuntklässlerinnen Julia Pietscheck und Tabea Willberg informierten sich bereits am ersten Tag im „BOB“ über ihre berufliche Zukunft. „Eine tolle Idee, dass wir jetzt eine zentrale Anlaufstelle für alle Fragen zur Berufswahl haben“, sagen die beiden Freundinnen. Während Julia anstrebt, nach der Schule eine Ausbildung als Buchhändlerin zu machen, möchte Tabea später als Diätassistentin arbeiten.
Im Rahmen der Eröffnung führte das Beratungsunternehmen „gpdm“ aus Paderborn einen Kompetenzcheck mit den Schülern durch. „Er soll den Jugendlichen ihre Kompetenzen und Schwächen aufzeigen und eine Empfehlung für die Berufswahl aussprechen“, sagt Melanie Schnietz vom Beratungsunternehmen „gpdm“.