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Diese Börse kennt nur Gewinner


Warburger Ausbildungsplatz-Aktionstage stoßen auf große Resonanz


Wa r b u r g (WB). Zu einem Erfolg entwickelt sich die 1. Warburger Ausbildungsbörse.Am Eröffnungstag strömten die Schüler gleich klassenweise in die Stadthalle – viele schon mit konkreten Berufsvorstellungen, einige sogar mit kompletten Bewerbungsmappen.

 

Jasmin Eberling (19) aus Wettesingen etwa, Schülerin am Johann-Conrad-Schlaun-Berufskolleg. Um 9.15 Uhr, die Börse hatte gerade erst geöffnet, stand sie bei der Firma Meinolf Gockel auf der Matte. »Ich möchte nach der Schule etwas Handfestes machen und Kauffrau im Groß- und Außenhandel werden«, sagte sie. Den Fachhandel kenne sie, »da habe ich mit meinem Vater schon öfter eingekauft«.

 

Das Unternehmen freut sich über solches Interesse, schließlich zählen zu den 100 Mitarbeitern zehn Auszubildende. »Gutes Personal ist unser wichtigstes Kapital », meinte Gockel-Mitarbeiterin Birgitt Middeke, »wir leben daher von einer guten Ausbildung«. Mehr als 20 Unternehmen sind zwei Tage lang mit Ständen in der Stadthalle vertreten. Mit ihm Gepäck haben sie rund 160 Ausbildungsplätze, die in den Jahren 2010 und 2011 zu besetzen sind. Am heutigen Freitag ist die Börse von 9 bis 16 Uhr geöffnet. Erwartet werden dann auch die Jugendlichen der Haupt- und Realschulen aus den Nachbarstädten Borgentreich und Willebadessen.

Schüler, aber auch die Vertreter der Städte, Schulen, der Arbeitsvermittlung und Wirtschaftsverbände waren sich nach einem ersten Rundgang einig – diese Börse kennt nur Gewinner. »Umfassend und dabei sehr übersichtlich«, befand etwa Heinz Wendler, Hauptschulleiter in Peckelsheim: »Weil der Durchlauf nicht so groß ist wie beim Hochstift-Berufemarkt, lassen sich hier leichter Kontakte anbahnen«. Die Börse sei sehr gut aufgezogen, der Zeitpunkt dafür ideal, meinte Klaus Ischen, Geschäftsführer der Firma BFI Stahlbausysteme. Lob gab es durchweg auch von den jugendlichen Besuchern. »Ich bin sehr gut beraten worden«, sagte Eduard Gert (16) nach seinem Besuch am Stand von Kobusch-Sengewald-Folien: »Der große Vorteil ist, dass man sich hier direkt kennenlernen und sofort nachfragen kann.

«Die Beratung und Information über Voraussetzungen, Einstiegsmöglichkeiten und Abläufe der Ausbildungsgänge stand im Mittelpunkt der Gespräche. Das Interesse an den technischen, kaufmännischen und sozialen Berufen war durchweg groß, die künftigen Berufsanfänger zeigten sich durch die Bank gut vorbereitet. »Sehr interessiert und um genaue Informationen bemüht« seien die Besucher, erklärte Heiner Müller, Leiter der Tagesförderstätte am HPZ St. Laurentius.

An diesem Stand standen natürlich Berufe der Heilerziehungspflege im Mittelpunkt, doch auf Interesse stieß auch, dass es in dem Behindertenzentrum Ausbildungen in Bereichen wie Gärtnerei oder Elektrotechnik gibt. Müller: »Hier waren Informationen aus erster Hand besonders gefragt, weil das gar nicht so bekannt ist. «Die Stadt wolle mit dieser Börse eine hilfreiche Plattform beim Einstieg in das Arbeitsleben schaffen, hatte Bürgermeister Michael Stickeln bei der Eröffnung betont: »Wir brauchen zukunftsfähige Unternehmen mit jungen, qualifizierten und motivierten Nachwuchskräften, die gemeinsam unseren Wirtschaftsstandort stärken und sichern.

«Wer den Weg in die Stadthalle nicht schafft: Die einzelnen Angebote der Unternehmen können auch über die Internetseite der Stadt Warburg abgerufen werden.


Ein erster Hauch von Berufspraxis: Am Stand des überbetrieblichen Ausbildungsnetzwerkes Bang können die Besucher der Börse ihr Talent an der Bohrmaschine unter Beweis stellen – hier Niko Zydek (14) aus Scherfede assistiert von den Bang-Mitarbeiterinnen Andrea Kiebach und Anna Meglin (von links). Die bearbeiteten Kunststoffwürfel durften die Bastler als Andenken mitnehmen. Fotos: Carsten Reinhardt

Ein erster Hauch von Berufspraxis: Am Stand des überbetrieblichen Ausbildungsnetzwerkes Bang können die Besucher der Börse ihr Talent an der Bohrmaschine unter Beweis stellen – hier Niko Zydek (14) aus Scherfede assistiert von den Bang-Mitarbeiterinnen Andrea Kiebach und Anna Meglin (von links). Die bearbeiteten Kunststoffwürfel durften die Bastler als Andenken mitnehmen. Fotos: Carsten Reinhardt


Am Stand des Folienherstellers Kobusch (von links): Diplom-Kaufmann Andreas Bender steht Eduard Gert (16) aus Willebadessen und Oliver Behler (16) aus Peckelsheim Rede und Antwort.

Jasmin Eberlein (19; sitzend) kam am Morgen mit einer kompletten Bewerbungsmappe an den Stand der Firma Gockel – sehr zur Freude von Stefan Garde, Meinolf Gockel junior und Birgitt Middeke (von links)


Am Stand des Folienherstellers Kobusch (von links): Diplom-Kaufmann Andreas Bender steht Eduard Gert (16) aus Willebadessen und Oliver Behler (16) aus Peckelsheim Rede und Antwort.


Quelle:

Westfalen-Blatt

6. November 2009