Bei Steinhagener Realschülern macht’s BANG
Achtklässer schnuppern in Technikberuf hinein
Steinhagen/Halle (fja). BANG – das ist die Abkürzung für Berufliches Ausbildungs-Netzwerk im gewerblichen Bereich. Eine Woche lang sind die 14 Jugendlichen von der Realschule Steinhagen in der Haller BANG-Ausbildungswerkstatt zu Besuch und lernen Berufe wie den Industriemechaniker oder Mechatroniker kennen. Nicht nur die Jungs zeigen sich interessiert.
Elf Mädchen und drei Jungen stehen in dieser Woche in der Ausbildungswerkstatt. Sie messen aus, bohren und feilen. Die Gemeinde Steinhagen hat das Geld zur Verfügung gestellt, damit sich die Schüler in der Einrichtung ein Bild von Berufen machen, in denen sie später vielleicht mal eine Ausbildung absolvieren können.
Ausbildungsleiter Frank Icke zeigt Viola Haake, Alessa Emich und Meltem Öncel, wie man einen Flaschenöffner aus Metall im Fisch-Design herstellt. „Das macht auf jeden Fall eine Menge Spaß. Ob ich das später mal beruflich mache, kann ich allerdings noch nicht sagen“, gibt Meltem zu Protokoll. Der Ausbildungsleiter ist mit den Mädels auf jeden Fall zufrieden: „Die arbeiten akkurater als ihre männlichen Kollegen.“
Lehrer Heinrich Lübbert: „Es stimmt schon. Mädchen wählen oft Berufe im sozialen Bereich. Hier haben sie die Möglichkeit, Erfahrungen in technischen Berufen zu sammeln.“ Wie BANGKoordinatorin Angelika Seidel erklärt, haben die Realschüler vier Tage lang Zeit, verschiedene Berufe auszuprobieren, bevor am Freitag die Firma Lütgemeier in Steinhagen besichtigt wird. Am Ende erhalten alle Teilnehmer ein Berufsorientierungs-Zertifikat. Möglicherweise sieht man sich nach dem Schulabschluss in einer der BANGWerkstätten wieder.
Kleine und mittelständische Unternehmen nutzen die Werkstätten, um hier ihre Auszubildenden zu schulen. Die Kooperation der Brache schafft die Möglichkeit, gemeinsam Ausbildungsressourcen zu nutzen und somit wirtschaftlicher ausbilden zu können. Ihr Ziel: den zukünftigen Fachkräftebedarf sichern.
![]() Akkurate Arbeit: BANG-Ausbildungsleiter Frank Icke zeigt den Realschülerinnen Viola Haake und Alessa Emich die Maschinen. Foto: F. Jasper |