Haller Bildungszentrum lockt Gäste aus China an
Berufsschullehrer aus Chongqing waren gestern zu Gast im BANG-Trainingszentrum
¥ Halle (hego). Das deutsche Berufsausbildungssystem lockt sogar Gäste aus China an. Gestern besuchte eine vierköpfige Delegation aus dem größten chinesischen Stadt Chongqing das Trainingszentrum des BANG an der Kaiserstraße 10. Hier werden junge Männer und Frauen in Metallberufen und zu CNC- und Hydraulikexperten ausgebildet. Das Haller Zentrum gilt zur Zeit als das modernste im Land.
Markus Kamann, Geschäftsführer der Bildungseinrichtung, begrüßte die chinesische Delegation, die Gruppenleiterin Yurong Zhou, den Direktor für den Bereich der Automatisierung, Gu Yi, und die CNC-Bereichsleiter Hong Liu und Guanhui Peng. Die vier Gäste sind im Chongqing Industry Polytechnical College tätig. Das ist eine Art höhere Berufsschule.
Im BANG-Trainingszentrum an der Kaiserstraße erläuterte der Geschäftsführer der Einrichtung Markus Kamann, wie das deutsche berufliche Bildungssystem aufgebaut ist.
Jeweils zu einem Drittel seien die jungen Menschen in der Produktion, der Berufsschule und der Firma tätig. Die firmenmäßige Ausbildung übernehme im Auftrag der angeschlossenen Firmen das BANG. Man könne auf diese Weise Auszubildende ohne eigene Lehrwerkstatt auf hohem Niveau ausbilden. Die Ausbildungsstätte verfüge über neueste Maschinen und man nutze den Park in einem Rotationsprinzip konsequent ganzjährig. Ein Ausbildungstag koste rund 50 Euro, ein Preis, der sich aber an deutschen Löhnen ausrichte.
Deutsche Ausbildungsfirmen haben inzwischen schon ihre ersten Erfahrungen auf dem chinesischen Markt gemacht und helfen dabei, junge Chinesen beruflich ausbilden.
![]() Um die halbe Welt: Chinesische Berufsschullehrer aus Chonching besuchten das Haller Ausbildungszentrum BANG. Bürgermeisterin Anne Rodenbrock-Wesselmann (hintere Reihe von links), Geschäftsführer Kamann, Bürgermeister Kluthe und die BANG-Mitarbeiter Icke und Klausmeier führten die Gäste. |