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Selbst hergestellt: Kevin, Tino, Marco, Michael, Christian und Jan (v.l.) präsentieren ihre Metallwürfel. Im Laufe des Vormittags haben sie die Würfel an den Maschinen bearbeitet. Zu ihrer Sicherheit arbeiteten sie nur mit Schutzbrille. Michael und Jan tragen sie auch fürs Foto.

Selbst hergestellt: Kevin, Tino, Marco, Michael, Christian und Jan (v.l.) präsentieren ihre Metallwürfel. Im Laufe des Vormittags haben sie die Würfel an den Maschinen bearbeitet. Zu ihrer Sicherheit arbeiteten sie nur mit Schutzbrille. Michael und Jan tragen sie auch fürs Foto.


Fräsen, schleifen, bohren


Praxistag: Jugendliche arbeiten mit Metall und erhalten Informationen zur Ausbildung


Warburg. Der Start ins Berufsleben: Für viele Jugendliche ist er ungewiss. Es gibt vielfältige Möglichkeiten und Angebote – dabei das Richtige zu finden ist gar nicht so einfach. Das Berufliche Ausbildungsunternehmen im Gewerbebereich (BANG) unterstützt Jugendliche bei der Berufswahl und gibt ihnen ein Einblick in metallverarbeitende Berufe.

Im Johann-Schlaun-Berufskolleg hatten sechs Schüler die Möglichkeit, in den Metallbereich hineinzuschnuppern. „Ich will später mal Maschinenbau studieren und schauen, ob mir die Arbeit an den Maschinen liegt“, erklärt Michael Busch, Schüler der achten Klasse.

Der 14-Jährige und die anderen Teilnehmer des Praxistages erhielten von Markus Münstermann, Werkstattausbilder der BANG, einen Würfel, den sie bearbeiten sollten. Die Jugendlichen lernten Arbeitsverfahren wie das Drehen und Fräsen kennen. Die Kanten des Würfels mussten gerade geschliffen, die Zahlen eingebohrt werden.

„Die Arbeit an den Geräten hat Spaß gemacht und war richtig interessant“, erklären die Jugendlichen und freuten sich über die Abwechslung vom Schulalltag. Markus Münstermann hofft, den Jugendlichen einen guten Einblick in den Metallbereich gegeben zu haben. „Ich mache die Schüler mit den Maschinen vertraut und helfe ihnen herauszufinden, ob ein Beruf in diesem Bereich das Richtige für sie wäre“, so der Ausbilder gegenüber der Neuen Westfälischen.

Der Jugendliche müsse herausfinden ob er sich beispielsweise als Mechatroniker eigen würde, oder ob der Beruf des Industriemechanikers eher etwas wäre. Begleitet und unterstützt wurde Markus Münstermann von der Pädagogin Angela Salmen. „Ich beobachte die Kinder bei der Arbeit, achte auf ihr Geschick und sauberes und sicheres Handwerken“. Wenn das Interesse der Schüler an einem metallverarbeitenden Beruf bestehen bleibt, können sie zu Anfang der zehnten Klasse ihre Bewerbung bei BANG einreichen. Die Ausbildungseinrichtung führt dann zunächst einen Einstellungstest sowie ein Bewerbungsgespräch durch. Anhand der Ergebnisse entsteht ein Profil des Bewerbers. Anschließend schickt die BANG passenden Unternehmen die Bewerbung zu.

Daraus entsteht dann ein Ausbildungsplatz oder vielleicht auch erst ein Praktikum. „Wir haben Standorte in ganz OWL und kooperieren mit etwa 100 Unternehmen. Der Bewerber hat mit einer einzigen Bewerbung gleich vielfältige Chancen“, erläutert Markus Münstermann. Die Unternehmen wenden sich an das Ausbildungswerk, damit ihnen die Suche nach Auszubildenden abgenommen wird und sie passende Mitarbeiter vermittelt bekommen.

„Für die Firmen ist das eine Kosten- und Zeitersparnis“, so der Werkstattausbilder. Zudem würden hochwertige Einstellungstests durchgeführt. Der Betrieb könne sicher sein, dass er gute Auszubildende erhalte. Um möglichst viele Jugendliche für den Metallbereich zu begeistern und sie für die Firmen zu werben, stehen die Ausbilder in engem Kontakt mit zahlreichen Schulen und bieten Praxistage an. Vom gestrigen Tag zogen Münstermann und Salmen ein positives Fazit. „ Die Schüler haben viel gefragt, Einsatz gezeigt und Spaß am Arbeiten gehabt“.



Genau hinsehen und lernen: Markus Münstermann (l.) zeigt Michael, wie die Kanten des Würfels abgeschliffen werden.

Genau hinsehen und lernen: Markus Münstermann (l.) zeigt Michael, wie die Kanten des Würfels abgeschliffen werden.


Ausbildung im Metallbereich


Zu den metallverarbeitenden Berufen zählen unter anderem Industriemechaniker, Mechatroniker, Maler/Lackierer, Maschinenbauer oder Schweißer. Die Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre und umfasst Schulung sowie Praxis in den Betrieben. Voraussetzung für die Ausübung eines Berufes im Bereich der Metallverarbeitung sind technisches Geschick, ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein und Interesse an dem Beruf. Beim Praxistag konnten die Schüler herausfinden, ob ihnen das Arbeiten in diesem Bereich Spaß macht. Bei Interesse und Eignung können sie sich bei BANG um einen Ausbildungsplatz bewerben.


Quelle:

Martina Pachyrz

Neue Westfälische 

22. Oktober 2008