Gute Metaller werden gesucht
Offene Tür im neuen Bang-Trainingszentrum an der Kaiserstraße in Halle
Halle (kg). Sechs Wochen nach dem Start des Ausbildungszentrums in der alten Druckerei Vogler hatten Vertreter von Betrieben, Behörden, Politik, aber auch künftige Azubis und ihre Familien Freitag Gelegenheit, die Räume selbst in Augenschein zu nehmen. »Bang« hatte eingeladen zur offenen Tür.
Konstruktionsmechaniker, Industrie- und Zerspanungsmechaniker, Mechatroniker - das neue Trainingszentrum des Vereins, dessen Name fürs Berufliche Ausbildungsnetzwerk im Gewerbebereich steht, ist in den nächsten fünf Jahren schon gut gebucht. Dies unterstrich Markus Kamann, der Geschäftsführer der Paderborner Gesellschaft für Projektierungs- und Dienstleistungsmanagement (gpdm), die hinter dem Ausbildungsnetzwerk steht. Der Standort sei jetzt schon zu 85 Prozent ausgelastet. Denn die Nachfrage bei mittelständischen Betrieben wachse ebenso wie der Bedarf an Fachkräften. Kamann im Hinblick auf Knowhow und Technologie: »Gute Metaller werden gesucht. Wir bilden hier aus, was sich die Betriebe wünschen - auf höchstem Niveau«.
Gut ausgebildete Fachkräfte seien am Markt kaum zu bekommen, unterstrich auch Hans Schniedertüns, stellvertretender Vorsitzender des »Bang«-Netzwerkes Gütersloh. Das von den beteiligten Unternehmen getragene Trainingszentrum verspreche deshalb, auch in Zukunft eine enorme Entwicklung zu nehmen. Allein in Halle hätten die Betriebe 500 000 Euro in die Ausbildungschancen für den ersten Metallgrundkurs investiert. Die IHK habe bereits angekündigt, dass sie die neue Werkstatt gern für Prüfungen buchen würde.
Als Geschäftsführer der GT-aktiv gratulierte Fred Kupczyk. Vor dem Hintergrund, dass kreisweit an 9000 Familien Arbeitslosengeld II gezahlt werde und zwischen 1500 und 2000 junge Menschen einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz suchten, könne man nur noch weitere Unternehmen ermuntern auszubilden.
Das »sehr ehrgeizige Vorhaben« könne nur ein Erfolgsprojekt werden, meinte Halles Bürgermeisterin Anne Rodenbrock-Wesselmann mit Blick auf Standort und Infrastruktur. Der Stadt Halle sei die Ausbildung in dem Trainingszentrum ganz viel wert. Deshalb sei sie auch bereit, ein finanzielles Restrisiko zu übernehmen.
Halles Bürgermeisterin bedankte sich vor allem auch beim Besitzer der »wunderbar durchsanierten« Immobilie, dem Ehepaar Hohensträter. In das Haus an der Kaiserstraße 10 ziehen im Oktober übrigens nun auch GAB und Intal ein. Im November startet voraussichtlich ihr erstes Projekt.