Parlamentarischer Staatssekretär Klaus Brandner zu Besuch bei BANG
Halle (nic). „Der Meisterbrief des Metzgers ist genauso vergänglich wie seine Wurst.“ Das höre sich zwar etwas plakativ an, räumte Klaus Brandner bei seinem Besuch im Haller Ausbildungszentrum BANG gerne ein. Was der parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Arbeit und Soziales meinte, war jedoch das: Die eigentliche Wertschöpfung finde im produzierenden Bereich statt. Man müsse Werte schaffen – und sie nicht nur vertreiben.
Gerade in der aktuellen Wirtschaftskrise mache sich dieser Vorteil bemerkbar, so Brandner weiter, der das Ausbildungszentrum BANG für die Möglichkeit der praxisnahen Ausbildung in Zeiten der verschulten Ausbildung lobte. „Auch für den wirtschaftlichen Erfolg dieser Region sind qualifizierte Fachkräfte immens wichtig und entsprechend schlau sei es von den Unternehmen, die Möglichkeit der universellen Ausbildung hier zu nutzen und damit auf ein duales System zu setzen.“
In dem Zusammenhang meinte der 60-Jährige, der vor seiner Karriere eine Ausbildung als Elektromechaniker vorangestellt hatte, dass ein Netzwerk wie BANG auch gerade in Zeiten von Kurzarbeit einen wichtigen Part übernehmen und betroffenen Auszubildenden die Möglichkeit zur praktischen Weiterbeschäftigung sowie zum ständigen Weiterlernen geben könne.
BANG steht für Berufliches Ausbildungs-Netzwerk im Gewerbebereich. In einem solchen Netzwerk haben sich kleine und mittelständische Unternehmen innerhalb eines Bezirkes zu regionalen Netzwerken zusammengeschlossen. Ihr Ziel: Sicherung des zukünftigen Fachkräftebedarfs. Zweck des Vereins ist es, die Attraktivität der Metall- Berufe zu steigern, die betriebliche Ausbildung zu fördern, zu unterstützen und zu entlasten und sich für eine qualitativ hochwertige Aus- und Weiterbildung in der Region einzusetzen.
![]() Begeisterung für BANG: Unser Bild zeigt – von links: Bürgermeisterin Anne Rodenbrock-Wesselmann, Azubi Kevin Schulze-Bockholt, Klaus Brandner (SPD-MdB), Ausbildungsleiter Frank Icke, Angelika Seidel (Koordinatorin bei BANG), Projektleiter Achim Gerling sowie die Azubis Ernst Wagner und Matthäus Tymann. |